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Stützmauern · abschüssige Grundstücke

Was einen Hang zurückhält, sieht man nicht hinter der Mauer

Betonsteine oder Naturstein, eine Stützmauer hält einem ständigen Druck stand. Ihre Haltbarkeit entscheidet sich ebenso hinter dem Bauwerk wie an seiner sichtbaren Seite.

Eine Stützmauer hält ein abschüssiges Grundstück zurück, indem sie eine ausreichend schwere und gut verankerte Masse dem Erddruck entgegensetzt. Der am häufigsten vernachlässigte Punkt ist nicht die Mauer selbst, sondern die dahinterliegende Drainage, die verhindert, dass gestautes Wasser seinen eigenen Druck zum Erddruck hinzufügt.

Ein Druck, der nie aufhört

Ein abschüssiges Grundstück drückt fortlaufend nach vorne, unter seinem eigenen Gewicht und unter dem Gewicht des Regenwassers, das es nach jedem Guss zurückhält. Die Mauer blockiert diesen Druck nicht ein für alle Mal, sie nimmt ihn ständig auf, was eine Dimensionierung des Fundaments nach der zurückzuhaltenden Erdhöhe verlangt und nicht nach einer festen Regel für alle Grundstücke gleichermassen. Eine für ihre Höhe zu leichte Mauer kippt allmählich, manchmal erst nach mehreren Jahren wiederholter Regenfälle. Wir prüfen deshalb bei jeder Besichtigung, wie stark der Boden bereits durch frühere Regenperioden gesättigt ist, bevor wir die endgültige Mauerhöhe und die Materialstärke festlegen.

Weshalb die Drainage alles verändert

Ohne Entwässerung hinter dem Bauwerk staut sich Regenwasser gegen die Mauer, statt abzufliessen, und dieses Wasser übt einen hydrostatischen Druck aus, der sich direkt zum Erddruck addiert. Eine gut gebaute, aber undrainierte Mauer verformt sich unter dieser doppelten Last, während eine einfachere, aber richtig entwässerte Mauer über die Zeit besser standhält. Wir verlegen grundsätzlich eine Drainage am Mauerfuss und eine entwässernde Hinterfüllung hinter den Steinen, damit dieses Wasser absinkt und abfliesst, statt sich gegen die Struktur zu stauen.

Beton oder Naturstein

Betonsteine lassen sich schnell verlegen und bieten eine gleichmässige mechanische Festigkeit, was gut zu einem eher funktionalen Hang passt. Natursteinblöcke verlangen mehr Auswahl und Verkeilung, fügen sich aber besser in einen bereits bestehenden Garten ein und bewahren den Charakter des vorhandenen Grundstücks. Keine der beiden Optionen ist grundsätzlich besser, jede passt zu einem bestimmten Grundstück, einem verfügbaren Zeitbudget für die Baustelle und einem gewünschten Erscheinungsbild, was wir gemeinsam bei der Besichtigung beurteilen.

Ein Fundament nach dem Mass der Mauer

Das Fundament erhält dieselbe Aufmerksamkeit wie die sichtbare Seite der Mauer, was auf eiligen Baustellen nicht immer der Fall ist. Eine zu schmale oder zu oberflächennah verlegte Fundamentplatte lässt die Mauer mit der Zeit kippen, selbst wenn die Steine selbst von guter Qualität sind. Wir passen Tiefe und Breite dieser Platte an die Höhe der Mauer und die tatsächliche Geländeneigung an, bevor der erste Stein gesetzt wird, nie im Nachhinein. Die Bodenbeschaffenheit hinter der Mauer beeinflusst diese Berechnung zusätzlich, denn ein lehmiger Untergrund verlangt eine grosszügigere Fundamentbreite als ein durchlässiger, sandiger Boden.

Was über die Haltbarkeit entscheidet

01

Der Druck des gestauten Wassers

Wasser, das sich hinter einer undrainierten Mauer staut, fügt dem Erddruck eine ständige Last hinzu, unsichtbar, solange die Mauer noch nicht kippt.

02

Die Breite der Fundamentplatte

Ein für die Mauerhöhe zu schmales Fundament gibt allmählich nach, oft erst nach mehreren Saisons mit reichlich Regen.

03

Die Bodenbeschaffenheit oberhalb der Mauer

Ein lehmiger Boden hält Feuchtigkeit länger als ein sandiger Boden und verlangt eine grosszügigere Drainage für dieselbe Sicherheit.

  • Von F. Mühlheim erstellte Mauer und Aussentreppe aus Stein
  • Von F. Mühlheim erstellte Mauer und Aussentreppe aus Stein
  • Von F. Mühlheim erstellte Mauer und Aussentreppe aus Stein
  • Von F. Mühlheim erstellte Mauer und Aussentreppe aus Stein
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Häufige Fragen

Braucht jedes abschüssige Grundstück eine Stützmauer?
Nein, das hängt vor allem von der Neigung, der zurückzuhaltenden Erdhöhe und der geplanten Nutzung der geschaffenen Fläche ab. Wir beurteilen dies direkt vor Ort.
Ab welcher Höhe braucht eine Mauer eine Bewilligung?
Das hängt von der zuständigen Gemeinde und der geplanten Höhe ab. Wir empfehlen, dies vor Baubeginn abzuklären, besonders bei einer Mauer mit stattlicher Höhe.
Erkennt man eine schlecht entwässerte Mauer, bevor sie sich bewegt?
Anhaltende Feuchtigkeitsspuren oder ein feiner waagrechter Riss nahe der Basis sind Warnzeichen. Wir können eine bestehende Mauer beurteilen, bevor ein Problem mit blossem Auge sichtbar wird.
Kann man eine Stützmauer begrünen?
Ja, je nach Material und Konzept der Mauer. Dieser Punkt wird bei der Besichtigung besprochen, entsprechend dem Grundstück und Ihren Wünschen für diesen Bereich.

Einsatzgebiet

Wir bauen Stützmauern in La Chaux-de-Fonds, in den Freibergen und im Vallon de Saint-Imier, von unserem Sitz in La Ferrière aus. Je nach Lage des Grundstücks reicht unser Einsatzgebiet auch bis nach Tramelan, Corgémont und die umliegenden Gemeinden.

Kostenlose Offerte

Eine Mauer, die nachgibt, eine Terrasse, die erneuert werden soll?

Sprechen wir über Ihr Vorhaben, telefonisch oder schriftlich. Die Offerte ist kostenlos und unverbindlich, nach einer Besichtigung vor Ort, um das Grundstück in seinem tatsächlichen Umfeld zu beurteilen.